SDG 11

Nachhaltiges Entwicklungsziel (SDG) 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat mit fortschreitender Globalisierung und Industrialisierung zu einer verstärkten Urbanisierung geführt. Aktuell lebt in etwa die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, bis 2050 wird dieser Anteil auf voraussichtlich zwei Drittel ansteigen. Die hohe Bevölkerungsdichte im urbanen Raum führt vielerorts zu einer Verstärkung des sozialen Ungleichgewichts, einer hohen Energie- und Ressourcenintensität sowie größerer Umweltverschmutzung. Deshalb sind Städte und Gemeinden ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele.

Städte und Gemeinden müssen in einer Form erneuert und entwickelt werden, die den Gleichheitsgrundsatz widerspiegelt und allen Menschen adäquaten Zugang zu Grundversorgung, Energie, Wohnen, Transport und öffentlichen Grünflächen bietet, bei gleichzeitiger Minimierung des Ressourcenverbrauchs und der Umweltbelastung. Dadurch bildet die Zielsetzung des SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) eine wichtige Basis für zahlreiche andere nachhaltige Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und ist somit einer der Grundsteine für eine inklusive Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Die bis 2030 festgelegten Entwicklungsziele der UN zum Thema „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, wie sie auch in die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der österreichischen Bundesregierung aufgenommen sind (gekürzt):

  • Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und zur Grundversorgung für alle sicherstellen.*
  • Zugang zu sicheren, bezahlbaren, zugänglichen und nachhaltigen Verkehrssystemen für alle ermöglichen und die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern, insbesondere durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse von Menschen in prekären Situationen, Frauen, Kindern, Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen.*
  • Die Verstädterung inklusiver und nachhaltiger gestalten.*
  • Die Anstrengungen zum Schutz und zur Wahrung des Weltkultur und -naturerbes verstärken.
  • Die Zahl der durch Katastrophen, einschließlich Wasserkatastrophen, bedingten Todesfälle und der davon betroffenen Menschen deutlich reduzieren und die dadurch verursachten unmittelbaren wirtschaftlichen Verluste im Verhältnis zum globalen Bruttoinlandsprodukt wesentlich verringern, mit Schwerpunkt auf dem Schutz der Armen und von Menschen in prekären Situationen.*
  • Die von den Städten ausgehende Umweltbelastung pro Kopf senken, unter anderem mit besonderer Aufmerksamkeit auf die Luftqualität und die kommunale und sonstige Abfallbehandlung.*
  • Den allgemeinen Zugang zu sicheren, inklusiven und zugänglichen Grünflächen und öffentlichen Räumen gewährleisten.*

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* bis 2020

Quellen:
www.bundeskanzleramt.gv.at/themen/nachhaltige-entwicklung-agenda-2030/entwicklungsziele-agenda-2030